Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien

1. Lesben- und Schwulenverband Österreichs

Pride-Verbot in Ungarn ist ein Frontalangriff auf die Menschenrechte und die LGBTIQ-Community

HOSI Wien und Vienna Pride rufen für Donnerstag, 20.03.2025 um 19 Uhr zur Kundgebung bei der ungarischen Botschaft auf.

Die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien und Vienna Pride verurteilen den heute dem ungarischen Parlament vorgelegten Gesetzesvorschlag zum Verbot von Pride-Paraden auf das Schärfste. Die ungarische Regierung will Pride-Paraden, die jährlich stattfindenden Demonstrationen von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender, intergeschlechtlichen und queeren (LGBTIQ-)Menschen, verbieten und die Organisation und Teilnahme mit Geldstrafen belegen.

Ann-Sophie Otte, Obfrau der HOSI Wien, die die Wiener Regenbogenparade ausrichtet, ist empört: „Das Demonstrationsrecht ist eines der wichtigsten Instrumente einer Demokratie. Dass der LGBTIQ-Community in Ungarn das Recht genommen werden soll, für ihre Belange zu demonstrieren, ist untragbar und ein eindeutiger Angriff auf die Community, die Versammlungsfreiheit und die freie Meinungsäußerung. Es ist nicht nur einer von vielen Rückschritten für unsere queeren Geschwister in Ungarn, sondern auch ein Frontalangriff auf die in der Europäischen Menschenrechtskonvention und die Grundrechtecharta der EU. Mit diesem Versuch, uns unter dem absurden Vorwand des Kinderschutzes unsichtbar zu machen, zeigt die rechtsautoritäre Regierung unter Orban wieder einmal ihr wahres Gesicht: Er ist das trojanische Pferd Putins, der unter demselben Vorwand der russischen LGBTIQ-Community die Grund- und Menschenrechte verweigert. Soll Orban doch aus der EU austreten und sich sein Geld vom Kreml holen – aber solange er EU-Zahlungen nimmt, muss er sich an europäisches Recht halten. Wir lassen uns jedenfalls weder unsichtbar machen noch einschüchtern!“

Die Wiener Regenbogenparade ist mit ca. 350.000 Teilnehmer*innen die größte Demonstration Österreichs und zieht am 14. Juni 2025 zum 29. Mal über die Ringstraße. Sie ist das Highlight von Vienna Pride, die vom 31. Mai bis 15. Juni 2025 mit Veranstaltungen in ganz Wien für die Rechte und Sichtbarkeit von LGBTIQ-Menschen stattfindet.

Katharina Kacerovsky-Strobl, Organisatorin der Vienna Pride, betont: „Wir laden all unsere Freund*innen und die Community-Organisationen in Ungarn ein, sich der Vienna Pride und der Regenbogenparade 2025 anzuschließen. In Wien setzen wir gemeinsam ein starkes Zeichen für Sichtbarkeit, Akzeptanz, eine freie Gesellschaft und für Demokratie. Pride ist eine weltweite Bewegung für Menschenrechte und gerade in diesen politisch herausfordernden Zeiten ist es unsere Verantwortung, noch lauter und entschlossener aufzutreten. Es geht nicht nur um uns, sondern um alle Menschen, die ihre sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität in ihrer Heimat nicht offen zeigen können. Demokratie und Menschenrechte sind nicht verhandelbar – wir stehen geschlossen dafür ein.

Die HOSI Wien organisiert am Donnerstag, 20.03.2025 um 19 Uhr eine Kundgebung bei der ungarischen Botschaft (Bankgasse 5, 1010 Wien) in Solidarität mit allen LGBTIQ-Personen in Ungarn!

Demonstration für die LGBTIQ-Community in Ungarn

Kundgebung bei der ungarischen Botschaft in Solidarität mit allen LGBTIQ-Personen in Ungarn

Datum: 20.03.2025, 19:00 Uhr

Ort: Bei der ungarischen Botschaft
Bankgasse 5
1010 Wien
Österreich